Episode 4 – Scopes in Google Analytics und das Sampling-Problem

Follow Up Episode 2

“Search Analytics & Search Console Daten”

  • Die neue Google Search Console ist seit Januar 2018 im Beta Stadium für alle Nutzer zugänglich
  • Insgesamt sind jetzt die Website Performance Daten der letzten 16 Monate verfügbar
  • Diese Daten werden demnächst auch über die Search Console API verfügbar sein
  • In der Podcast Episode #2 haben wir empfohlen, die Daten in einem anderen Tool zu speichern. Das ist mit der neuen Search Console weniger relevant geworden.

Was sind Scopes in Google Analytics?

Google Analytics funktioniert über ein Cookie, das im Browser des Nutzers gesetzt wird.
Das Cookie hat eine ID, die den Browser (also den Nutzer) eindeutig identifiziert.

Es gibt 3 Ebenen auf denen Daten in Google Analytics gespeichert werden:

Hit

  • Interaktionen mit der Website (Seitenaufruf, Ereignis oder Transaktion)
  • z.B. Scrollen eines Shop Katalogs, Seitenaufruf einer Produktdetailseite, Add-To-Cart, Kauf

Sitzung (Session)

  • eine Reihe von Hits (Interaktionen mit der Website)

Eine Session gilt als abgeschlossen:

  • wenn das Browserfenster geschlossen wird
  • eine neue Kampagnen-Interaktion stattfindet
  • nach einer Inaktivität von 30 Minuten
  • um Mitternacht
  • wenn die Domain verlassen wird (Cross-Domain-Tracking)

Nutzer

  • Ein Nutzer kann mehrere Sessions haben
  • Er wird identifiziert durch das Cookie im Browser

Alle Informationen in Google Analytics werden einer dieser Ebenen zugeordnet. Immer!
Die Ebenen werden als “Scopes” bezeichnet
(Scope = „Umfang“ —> Welchen Umfang hat die Information? Worauf bezieht sich die Information?)

Was bedeuten die Scopes für den Umgang mit Daten in Google Analytics?

  • Reports können nur mit Daten erstellt werden, die denselben Scope haben
  • Bei Standard Reports achtet Google Analytics automatisch darauf
  • Bei Custom Reports müssen wir selbst auf den Scope achten
  • Beim Setup des Trackings müssen wir uns darüber Gedanken machen, auf welchem Scope wir die Daten brauchen (Benutzerdefinierte Dimensionen)

Was ist eigentlich Sampling?

  • Sample = Stichprobe
  • Google Analytics ermittelt nur einen Teil der Daten und rechnet auf dessen Basis auf die Gesamtmenge der Daten hoch.
  • Beispiel: die Anzahl der Sessions vom 1.-29. des Monats wird ermittelt und dann der 30. und 31. Tag hochgerechnet
  • Problem: Webanalyse benötigt viel Speicherplatz für die Daten, Nutzer möchten die Ergebnisse von Abfragen möglichst schnell sehen
  • Um Speicher zu begrenzen und die Geschwindigkeit optimal zu halten, hat Google Analytics von Beginn an für bestimmte Abfragen Daten-Samples genutzt.
  • Durch die Fortschritte in der Handhabung von großen Datenmengen ist Sampling nicht mehr so relevant
  • ein sampling-freies Setup kostet trotzdem Geld
  • Daher bietet Google nur mit seinem Google Analytics 360 Produkt (ehemals Google Analytics Premium) eine weitestgehend sampling-freie Auswertung

Wann werden Daten gesampled?

Sampling Benachrichtigung in Google Analytics

Google Analytics fängt an, Reports auf der Basis von Samples zu berechnen, wenn du Daten komplexer und umfangreicher werden z.B. wenn du

  • Eigene Segmente verwendest
  • eine zweite Dimension im Report verwendest
  • lange Analyse-Zeiträume anzeigen willst

Ab einem gewissen Grad solltest du darüber nachdenken, ob Sampling für deine Analysen ein Problem ist.
Mögliche Lösungen: Upgrade auf Google Analytics 360, Umstieg auf eine andere Analytics bzw. Rohdaten-Lösung (z.B. Snowplow, Segment, Amplitude, Mixpanel)

Wenn du mehr über Sampling bei Google Analytics lernen möchtest, empfehlen wir dir diesen ausführlichen Artikel von Optimizesmart.

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